Kulturministerin überreicht Sächsischen Museumspreis

Verleihung „Sächsischer Museumspreis 2021“ am 1. November 2021, Gruppenfoto der Preisträgerinnen und Preisträger © SMWK / Jürgen Lösel

Mit dem Preis werden alle zwei Jahre nichtstaatliche Museen für ihren Beitrag zum kulturellen Leben in den Regionen geehrt. In diesem Jahr wurde die Auszeichnung zum achten Mal vergeben. Für den Museumspreis 2021 hatten sich insgesamt 45 Einrichtungen beworben. In Sachsen gibt es rund 400 nichtstaatliche Museen.

Mit einem der beiden Spezialpreise, jeweils mit 5.000 Euro dotiert, wurde das Deutsche Stuhlbaumuseum Rabenau „in Anerkennung langjähriger ehrenamtlicher Arbeit und für die Wirkung des Museums vor Ort“ ausgezeichnet.

In Rabenau sind sich die Vereinsmitglieder sicher, der Preis ist verdient an unser Museum gegangen. Zahlreiche Glückwünsche und Grußbotschaften wurden aber auch von Freunden des Hauses aus ganz Sachsen und von Institutionen an den Verein gerichtet. Der Tenor ist immer gleich: Gut gemacht, macht weiter so!

Gerade in diesen Wochen, wo wir beginnen uns auf das Jahr 2022 zu konzentrieren und den 100. „Geburtstag“ des Museums vorbereiten, beschäftigen wir uns ganz stark mit unserer eigenen Geschichte. Es fällt auf, dass besonders in den letzten 15 Jahren enorm viel im Museum passiert ist, aber wir spüren auch, wo unsere Wurzeln liegen und wem wir diesen Jahrestag zu verdanken haben.

Es waren und sind fast alles BürgerInnen, die sich ehrenamtlich für das Rabenauer Museum engagierten und engagieren. Sie alle haben über viele Jahre ihre Zeit und Energie gespendet und tun es immer noch. Ihnen gebührt der Preis in erster Linie. Er gebührt aber auch denen, die sich im Hauptamt engagieren und mit Fachverstand und Herzblut das heutige Museum erschaffen haben. Der Preis belohnt all jene, die nicht mehr unter uns sind und gebührt denen, die so lange sie es schaffen, jede Woche im Museum aktiv sind, aber auch denen, die nur ab und zu mitmachen, denen die mitdenken und an uns denken, denen die sich um uns sorgen, denen die neugierig herein schnuppern in unseren Verein, allen die frisch dabei sind und noch ihre Plätze suchen. Der Museumspreis dankt allen die kleine Spenden gaben und geben und allen die große Gesten und finanzielle Unterstützung möglich machten, die Förderer und Freunde sind.

Verleihung „Sächsischer Museumspreis 2021“ am 1. November 2021, Preiträger Deutsches Stuhlbaumuseum Rabenau © SMWK / Jürgen Lösel

 

Neue Sonderausstellung: Der im Holz las – Lüder Baier und seine Kunst

Lüder Baier lebt nicht mehr. Mit der Ausstellung   

Der im Holz las – Lüder Baier und seine Kunst            (26.09.2021-01.05.2022)

würdigt das Deutsche Stuhlbaumuseum den Dresdner Grandseigneur Holzgestaltung Lüder Baier.

Es werden Werke aus dem Bestand der Deutschen Werkstätten Hellerau, die einen großen Teil des Oeuvre von Lüder Baier verwalten, zu sehen sein, außerdem Arbeiten Baiers von privaten Leihgebern. Seit den 1960er Jahren hatte der begnadete Holzkünstler großes Interesse an Flächengestaltung und suchte die Verbindung zur Architektur. Es entstanden zahlreiche beeindruckende baugebundene Arbeiten – Kunst am Bau. Einige dieser Werke werden in einer digitalen Bilderschau präsentiert.

Holz ist in der Ausstellung der exzentrische und unberechenbare Schauspieler, Lüder Baier sein Meister und Regisseur. Baier konnte das Holz lesen und brachte Holzmaserung, Farbe und Beschaffenheit des gewachsenen Stückes in seinen Werken mit höchster Ästhetik zum Ausdruck.


Projekt „Schau.Depot – Maschinen, Mauern und Geschichte“ offiziell beendet und übergeben

Man musse kein Mäuschen mehr sein, um auch einmal den Museumskeller zu besuchen. Am Sonntag, dem 18.10.2020 um 11 Uhr, wurde das Projekt „Schau.Depot – Maschinen, Mauern und Geschichte“  offiziell beendet und übergeben.

Dazu hatten sich neben vielen Aktiven, auch einige interessierte Gäste eingefunden.

Ein herzliches Dankeschön richten wir hier an alle, die an der erfolgreichen Umsetzung beteiligt waren.

Das Projekt Schau.Depot – Maschinen, Mauern und Geschichte wurde unterstützt durch Fördergelder aus dem Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum in Sachsen.

Neugestaltung Museumsgarten Rabenau 2019

„Diese Maßnahme wurde mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts”

Das Ziel der Schaffung von Sitz- und Arbeitsmöglichkeiten für Gäste und Schülerprojekte wurde erreicht. Auch die Erneuerung des Zauns um das Außengelände wurde umgesetzt und für den Sitzbereich ein geeigneter Untergrund geschaffen.

Wir freuen uns auf den Saisonstart und zahlreiche Gäste im „Museumsgarten Rabenau“.

Industriekultur in Sachsen

Wort-Bild-Marke „Jahr der Industriekultur 2020“Entlang der „Route der Industriekultur in Sachsen“ wird die einstige Bedeutung Sachsens als wirtschaftlich bedeutende Region in Deutschland erlebbar – ob in lebendigen Museen oder in immer noch aktiven Produktionsstätten.

Rabenau, vor den Toren Dresdens ist ein Zentrum für Möbelindustrie in Sachsen. Hier findet man nicht nur das Deutsche Stuhlbaumuseum, als Hort für die über 400-jährige Handwerkstradition, sondern auch Ausstellungen und Ansprechpartner, die sich mit der Industriekultur vor Ort und in ganz Sachsen befassen. Die Entwicklung der Möbelindustrie in Sachsen und hier am noch aktiven Standort Rabenau/Oelsa wurde in zwei Publikationen für die Öffentlichkeit zugänglich.

  1. Th. Nabert, 2019
    150 Jahre Möbel vom Rabenauer Burgberg: 49,00 € (zzgl. Versandkosten)
  2. Th. Nabert, 2014
    Möbel für Alle – Die Geschichte der Sächsischen Möbelindustrie: 29,00 € (zzgl. Versandkosten)

Beide Bücher können über das Museumsbüro bestellt werden:
kontakt@deutsches-stuhlbaumuseum.de.


Archive und Museen sind Teil der Industriekultur und Grundlage für ihre Erforschung. Sie bewahren und vermitteln Industriekultur, sie sind Erlebnis- und Bildungsorte. Die Dauerausstellung des Rabenauer Museums, aber auch unsere Wechselausstellungen thematisieren den Möbelbau als einen wichtigen Wirtschaftszweig Sachsen.

Museums-APP ist am Start!

App Museum
Museums-App –  Bild: Kuldig (Digitale Konzepte für Museen und Kultur)

Lassen sie sich begleiten, heißt es ab sofort für die Besucher die unsere Museums-App nutzen wollen. Dabei ist kein virtueller Museumsrundgang gemeint, im Gegenteil, einen Museumsbesuch empfehlen wir weiterhin leibhaftig und ganz analog, denn nur so kann man mit allen Sinnen die Ausstellung genießen und in die einzigartige Geschichte Rabenaus eintauchen. Bisher war es schade, dass einzelne Gäste und kleine Gruppen ohne Führung nicht die Möglichkeit hatten zusätzliche Informationen zu bekommen. Das ist jetzt anders.
In 38 Stationen wird Wissenswertes zu Ausstellungsstücken oder geschichtlichen Ereignissen vermittelt. Videos oder Audios sind in die App eingebunden.

Am 22. Mai 2019 fand ein erster Probelauf für die Museums-App statt. Vier junge Leute waren im Haus mit eigenen Mobiltelefonen unterwegs, auf die sie vorab die App herunter geladen hatten.
Dabei wurde die eine oder andere Schwachstelle zwar sichtbar, insgesamt kann aber ein positives Feedback gezogen werden. Wer die APP benutzen möchte, kann dies ab sofort tun.
Sie ist für alle Android Geräte im Google/App – Store und auch für Apple-Nutzer im entsprechenden Store verfügbar. Momentan können wir ein Tablet als Leihgerät zur Verfügung stellen.

Museums-APP – mit dem Tablet durchs Museum
Mit dem Tablet durchs Museum.

Wir hoffen nun auf Zuspruch und Neugier, nicht nur bei den jüngeren Gästen!

Seit 2017 wurden Texte, Bilder, Videos und Audios gesammelt und vorbereitet, so dass mit der Freischaltung der APP „Rundgang im Deutschen Stuhlbaumuseum“ ein Mammutprojekt für die kleine Arbeitsgruppe App des Vereins abgeschlossen ist. Eigentlich auch nicht, denn die App ist natürlich nicht starr, sondern kann beliebig erweitert, verändert und verbessert werden. Mit unserem Partner DROID SOLUTION aus Leipzig, der uns auf der Plattform Kuldig den App-Creator zur Verfügung stellt, bleiben wir dran am Projekt!

Überzeugen sie sich, probieren Sie unsere Museums-App aus und teilen Sie uns ihre Erfahrungen mit. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Verstärkung gesucht! Hand aufs Holz!

Ehrenamtliche Arbeit im Deutschen Stuhlbaumuseum

Ehrenamtliche Arbeit – ist Arbeit, aber sie sollte in erster Linie Freude machen. Je größer das Team, desto breiter das Aufgabenfeld. Die Organisation und Struktur der Aufgaben ist Pflicht, denn dann hält sich die Belastung für alle in Grenzen und die Tätigkeit macht Spaß.
Schwer vorstellbar in einem Museum?
Nutzen Sie die Gelegenheit das Museumsteam kennenzulernen und hinter die Kulissen zu schauen. Der Tag des traditionellen Handwerks, immer am dritten Sonntag im Oktober, ist ein gutes Beispiel für den Einsatz von ehrenamtlichen Mitarbeitern im Deutschen Stuhlbaumuseum. Mischen Sie sich unter die Besuche und sehen Sie sich um.
Wenn Sie nähere Informationen wünschen und für die Zukunft interessiert sind, an ehrenamtlichen Aufgaben, sprechen Sie uns einfach an.

Tel. 0351-6413611, kontakt@deutsches-stuhlbaumuseum.de

Wir freuen uns, Sie kennenzulernen.

Ihre Möglichkeiten

Besucherdienst: Immer wieder sonntags – kommt die Erinnerung.

Nicht nur, aber besonders an den Wochenenden, ist der ehrenamtliche Einsatz von Gästebetreuern gefragt. Menschen wollen sich gern erinnern- und das häufig bei uns im Museum. Ein freundlicher Empfang und gewissenhafter Einlassdienst sind Merkmale, die unseren Gästen dann auch in Erinnerung bleiben. Diese Aufgabe macht sehr viel Freude, denn man kommt mit unterschiedlichsten Personen in Kontakt, die dankbar sind für gute Betreuung und Auskünfte.
Der Kassendienst umfasst den Verkauf der Eintrittskarten, die Museumsaufsicht sowie den Verkauf von Waren des Museums-Shops. Wir freuen uns auf Verstärkung und Ihr Engagement.

Führungen: Fakten! Fakten! Fakten!

Zugegeben, einige sollte man drauf haben, wenn man eine Führung im Museum spricht, doch die sind schnell gelernt, durch Hospitation und schriftliche Handreichung. Wir unterstützen Sie gern dabei.
Was Sie mitbringen sollten, ist die Lust am freien Reden, Moderieren und Spaß an etwas Entertainment, denn heute sollen Führungen nicht nur informativ, sondern auch unterhaltsam sein. Eine gewisse Stimmgewalt oder gar eine geschulte Stimme sind von Vorteil, denn bei einer Gruppe von 25 Personen, herrscht Gewusel – doch: Sie sind der Chef und sollten Gehör finden.

Im Hintergrund: Zwei Haushalte und noch einer dazu!

Das ist ungefähr das Ausmaß dessen, was im Museum gepflegt und erhalten werden muss. Zahlreiche Fenster und Vitrinengläser und vor allem unsere Schätze – die Museumsobjekte gehören dazu. Möbel sind dabei ein großes Thema, aber auch Kunstwerke, Bilderrahmen und und und.
Das alles sauber und ansprechend zu präsentieren ist eine Mammutaufgabe, für die wir Unterstützung gern annehmen.

Historische Sammlung:

Holz und Metall sind die Werkstoffe unserer Sammlungsobjekte, aber wir zeigen eigentlich alles rund um den Stuhlbau und die Stadtgeschichte. Dabei ist Fachwissen sehr gefragt, denn nicht nur das Erklären von Funktionsweisen und Fertigungsmethoden, sondern auch die Erhaltung und Restaurierung des Bestandes, machen einen Großteil der Arbeit aus. Wir suchen deshalb Experten und Handwerker, die sich damit auskennen. Wer gern recherchiert oder repariert und Freude daran hat, alte Dinge funktionstüchtig und für die Nachwelt zu erhalten – dem wird es im Deutschen Stuhlbaumuseum nie langweilig. Anerkennung für Geleistetes gibt es dazu.

Unsere Werkzeuge:

  • Nette Kollegen – ein gutes Team
  • Arbeitsberatung einmal monatlich zur Organisation der Aufgaben
  • Dienstplan für drei Monate voraus
  • Zahlung von Aufwandsentschädigung