Aktuelle Ausstellung

Die fantastische Welt des Paul Krenz – INTARSIA

03.06.2018 bis 21.10.2018

Furnierkugel
Furnierkugel

Am 3. Juni 2018 eröffnet im Deutschen Stuhlbaumuseum in Rabenau eine neue Sonderausstellung. Ein begabter Intarsienkünstler steht diesmal im Mittelpunkt der Ausstellung. Paul Krenz, geboren 1948 in einer deutschstämmigen Familie in der Ukraine, fertigt ungewöhnliche und seltene Intarsienbilder, präsentiert plastische Furnierobjekte und riesige furnierte Kugeln.

Nach seiner fluchtartigen Ausreise aus der damaligen UdSSR im Jahre 1991 lebte er längere Zeit im Westen Deutschlands, wo ihm von der Kölner Handwerkskammer der Titel eines „Staatlich anerkannten Furniermeisters“ verliehen wurde. In dieser Zeit hat sich Paul Krenz auch mit der Restaurierung historisch wertvoller Möbel beschäftigt.

Sonnenuhr
Sonnenuhr

Neben dem gut ausgebildeten und erfahrenen Kunsthandwerker verkörpert Paul Krenz aber auch einen fantastischen und philosophischen Geist, der sich am Glauben orientiert und Bezüge zur Realität bildhaft in seinem Schaffen integriert. So gibt er sich nicht damit zufrieden, die Natur nachzubilden. In seinen Arbeiten findet man immer Symbole, die entweder gesellschaftskritisch direkte moralische Botschaften beinhalten, oder teils mahnend auf Stellen in der Bibel hinweisen.

Das Hinterfragen der Werte unserer gegenwärtigen Gesellschaft ist häufig Thema seiner Arbeiten. Titel wie „Geborgenheit“ und „Die bedrohte Welt“ drücken seine Sehnsucht nach Frieden und den Wunsch nach Achtung der uns Menschen anvertrauten Erde aus. Nicht heitere Oberflächlichkeit oder Romantik bestimmen dann die Wahl der Motive, sondern tiefgründige, ja sogar philosophische Gedanken.

Der Künstler

Die Ausstellung im Stuhlbaumuseum rückt zwar die mystische Seite seines Schaffens ins Zentrum der Ausstellungsfläche – bietet aber insgesamt eine gute Retrospektive des Gesamtschaffens von Paul Krenz. So sieht man natürlich in der Stadt der Stuhlbauer von ihm geschaffene Sitzobjekte und Skulpturen deren Fertigungsweise selbst bei Fachleuten Fragen aufwerfen dürften. Zu bewundern sind sakrale Bilder, feinste Holzeinlegearbeiten die wie Ikonenbilder anmuten, aber auch barocke Stillleben an die man Herantreten muss, um sich davon zu überzeugen, dass sie nicht gemalt sind.

Wir hoffen, damit ihr Interesse an den Werken von Paul Krenz geweckt zu haben und sie vom 3. Juni bis zum 21.10. 2018 im Deutschen Stuhlbaumuseum in der Ausstellung: „Die fantastische Welt des Paul Krenz – Intarsia“ begrüßen zu dürfen.

Paul Krenz
Der Künstler

Paul Krenz – Intarsienmeister

  • 1948
    geboren in der Ukraine als Nachfahre Deutscher Aussiedler aus Süddeutschland, die im 18. Jahrhundert dem Ruf Katherinas der Großen gefolgt waren.
  • 1966 – 1969 Kunstfachschule in Kiew
  • 1969 – 1973 Hochschulstudium
  • 1973 – 1990 Intarsienkünstler und Kunstschreiner in der UdSSR
  • seit 1993 Kunstschaffender in Bonn
  • 1996
    Anerkennung als Deutscher Handwerksmeister durch den Regierungspräsidenten von Köln

Meine Aufmerksamkeit wurde nicht durch die „Errungenschaften der Zivilisation“ abgelenkt, und so entstand bei mir ein enger Kontakt mit der Natur, die mich als einen „Schaffenden“ formte.

Ich lernte.
Ich arbeitete.
Ich schaffte.
Ich machte Fehler.
Ich ging weiter.
Ich las „Archipel Gulag“.
Ich machte weiter Fehler.
Ich ging weiter.

Ich versetzte meine physische Hülle aus der UdSSR in die BRD und erkannte, dass die diese Hülle und die Seele nicht das Gleiche sind. In den letzten 20 Jahren erschaffte ich viele Werke, die mir die internationale Anerkennung eingebracht haben, u.a. zwei Einträge ins Guinnessbuch der Rekorde.

Ich erkannte den tiefen Sinn des Buches Kohelet.
Ich gehe weiter…

Werke und Austellungen

Nationalmuseum der Ukraine; Missionsmuseum Steyl; Vatikan-Museum; Barockschloss Rammenau; Europäisches Parlament, Brüssel; Hessischer Landtag; Wiesbaden, jährliche private Weihnachtsausstellung im erzbischöflichen Haus des Erzbistums Köln; InterArt Galerie, Köln