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Museums-APP ist am Start!

App Museum
Museums-App –  Bild: Kuldig (Digitale Konzepte für Museen und Kultur)

Lassen sie sich begleiten, heißt es ab sofort für die Besucher die unsere Museums-App nutzen wollen. Dabei ist kein virtueller Museumsrundgang gemeint, im Gegenteil, einen Museumsbesuch empfehlen wir weiterhin leibhaftig und ganz analog, denn nur so kann man mit allen Sinnen die Ausstellung genießen und in die einzigartige Geschichte Rabenaus eintauchen. Bisher war es schade, dass einzelne Gäste und kleine Gruppen ohne Führung nicht die Möglichkeit hatten zusätzliche Informationen zu bekommen. Das ist jetzt anders.
In 38 Stationen wird Wissenswertes zu Ausstellungsstücken oder geschichtlichen Ereignissen vermittelt. Videos oder Audios sind in die App eingebunden.

Am 22. Mai 2019 fand ein erster Probelauf für die Museums-App statt. Vier junge Leute waren im Haus mit eigenen Mobiltelefonen unterwegs, auf die sie vorab die App herunter geladen hatten.
Dabei wurde die eine oder andere Schwachstelle zwar sichtbar, insgesamt kann aber ein positives Feedback gezogen werden. Wer die APP benutzen möchte, kann dies ab sofort tun.
Sie ist für alle Android Geräte im Google/App – Store und auch für Apple-Nutzer im entsprechenden Store verfügbar. Momentan können wir ein Tablet als Leihgerät zur Verfügung stellen.

Museums-APP – mit dem Tablet durchs Museum
Mit dem Tablet durchs Museum.

Wir hoffen nun auf Zuspruch und Neugier, nicht nur bei den jüngeren Gästen!

Seit 2017 wurden Texte, Bilder, Videos und Audios gesammelt und vorbereitet, so dass mit der Freischaltung der APP „Rundgang im Deutschen Stuhlbaumuseum“ ein Mammutprojekt für die kleine Arbeitsgruppe App des Vereins abgeschlossen ist. Eigentlich auch nicht, denn die App ist natürlich nicht starr, sondern kann beliebig erweitert, verändert und verbessert werden. Mit unserem Partner DROID SOLUTION aus Leipzig, der uns auf der Plattform Kuldig den App-Creator zur Verfügung stellt, bleiben wir dran am Projekt!

Überzeugen sie sich, probieren Sie unsere Museums-App aus und teilen Sie uns ihre Erfahrungen mit. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

STUHLDESIGN – Ideen zum Sitzen

Der Stuhl – ist er nur Alltagsgegenstand oder auch Spiegel der Sitzkultur?

Wir laden herzlich ein!

6. Deutscher Stuhlbauertag am 22.6.2019

Fachtagung am 22.6.2019 von 10 – 17 Uhr,
im Aventinum, 01734 Rabenau, Markt 11, (Nähe Museum)

Ausstellung ab 22.6.2019 bis zum 27.10 2019
im Deutschen Stuhlbaumuseum Rabenau

Sind Designerstühle Kunstobjekte zum Benutzen oder eher Ausdruck des unbedingten Gestaltungswillens in Anwendung?
Nicht die Frage was genau zutrifft, beschäftigt im Moment die Rabenauer Museumsmacher, sondern welcher Aspekt am häufigsten zutrifft – einfach weil bei der genaueren Betrachtung von Kulturgut im Kontext zur gesellschaftlichen Entwicklung, selten nur eine Antwort zu finden ist.
Mutig stellt sich der Museumsverein unter Vorsitz von Dr. Johann Spensberger deshalb der Aufgabe namhafte Designer vorzustellen und deren Wirken an Beispielen zu zeigen. Auf einer Seite ist man dabei der Hoffnung den großen Namen gerecht zu werden auf der anderen Seite hält man dem interessierten Besucher den Spiegel vor, in dem er – sitzend versteht sich – auf das Stuhldesign der letzten 100 Jahre blicken kann.
So der Plan zur Ausstellung, die aus Anlass des Stuhlbauertages gezeigt wird.
Massenware, Industrieprodukt, handwerkliches Meisterstück, ästhetisches Kultobjekt, Einzelstück, angewandtes Kunstobjekt oder Fantasieprodukt – ein Stuhl kann so ziemlich alles sein und ist damit schon mal eines nicht – langweilig.

Gute Voraussetzungen also für eine Sonderschau zum Thema Design auf dem großen Feld der Sitzgelegenheiten. Entsprechend neugierig dürfen alle sein, was da so gezeigt wird, in der kleinen Stadt mit der großen Stuhlbautradition.

Dem Rabenauer Museumsverein, mit kleinem Budget und großer Eigeninitiative, ist es gelungen Vertreter namhafter Designschmieden aus Ost und West und Richtungsgeber der Gestalter von Morgen für seine Sache zu begeistern. Dabei scheute man nicht den Blick über den Tellerrand – denn auch Vertreter echter Ikonen des Designs… wie Bauhaus oder Deutsche Werkstätten Hellerau, sitzen bald auf den bereit gestellten Stühlen zu einer Fachtagung, die den mittlerweile 6. Deutschen Stuhlbauertag eröffnen wird.

Das Impulsreferat ist zu erwarten von einem, der einst auszog um erst Werkstoffforschung, und später Produktdesign zu studieren. Nach Berlin und Freudenstadt zog es David Köhler nach Sachsen, wo er seit 2015 einen Lehrauftrag an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden hat. Gemeinsam mit Kollegen führt er zudem ein Designstudio mit dem Namen heyho! in der Landeshauptstadt. Frisch und unkonventionell, wie der junge Designer selbst, so erhofft sich der Verein den Einstieg in eine fachliche Veranstaltung, deren Schirmherrschaft traditionell von Andrea Dombois, der Ersten Vizepräsidentin des Sächsischen Landtags übernommen wird.

Zu Wort kommen soll dann Michael Siebenbrodt – mit seinem Lebensthema – dem Bauhaus- das ihn seit über vier Jahrzehnten fasziniert, um- und antrieb – als Sammlungs-Kustos, Ausstellungsmacher, Wissenschaftler, Publizist und Berater. Was macht das Bauhaus in Rabenau? Keine Angst, nicht viel – es lässt nur grüßen, dass aber sicher sehr freundlich, denn jetzt im Un-Ruhestand steckt Michael Siebenbrodt immer noch voller Energie, Wissen und Tatkraft und der Museumsverein wird ihn fragen: was ist das 1919 in Weimar gegründete Staatliche Bauhaus? Eine Kunst- und Designschule, ein Lebensstil? Antworten kann der Referent erst am 22. Juni geben, aber eines sei schon verraten: Michael Siebenbrodt sagt: das Bauhaus Weimar ist die erste Hochschule des Erfindens….

„Am Anfang war das Holz …“, mit diesen Worten könnte das Referat von Tobias Kandt starten, denn er hat sich als Produktentwickler bei den Deutschen Werkstätten und Initiator eines Wettbewerbs für Nachwuchsdesigner den Möglichkeiten dieses Materials verschrieben.
Er selbst steht mitten im Prozess des Gestaltens und nah am Puls der Zeit, wenn es darum geht die Zusammenarbeit von Kunst, Wissenschaft und Produktion zu fördern. Berichten wird er was dabei herauskommt, wenn diese Fusion gelingt. Ist es Design? Mit Tobias Kandt vertritt ein aufstrebender Freigeist die Werte eines namhaften sächsischen Reformunternehmens und präsentiert auch persönliche Berührungspunkte zum Möbel-Design – welches nicht unerheblich durch die Deutschen Werkstätten Hellerau geprägt wurde und wird.

Keine Zukunft ohne Vergangenheit – der Leitspruch der Museen Sachsens – ist auch Maxime des mit Abstand ältesten Akteurs aller Vortragenden Dr. Dietrich Noack. Er versucht in seinem Vortrag die Verbindungslinien zwischen Vergangenheit und Zukunft zu finden…und nimmt sich vor den Begriff „Design“ so verträglich wie möglich zu extrahieren um ihn den Zuhörern schmackhaft zu machen.

Der private Sammler Werner Löffler aus Reichenschwand in Oberfranken ist überzeugt, dass Design angesichts der Komplexität der heutigen Gesellschaft, ein wichtiger Baustein für eine umfassende Umweltgestaltung ist. Dr. Thomas Schriefers, renommierter Autor des Buches „I´m a chair“ stellt den Zuhörern nicht nur seine persönlichen Erfahrungen mit Stühlen und die LÖFFLER COLLECTION vor, sondern auch Fragen: Was ist ein Guter Stuhl und was erwarten wir von ihm? Kann man Design sehen?

Gar nicht unsichtbar, sondern sehr selbstbewusst und lebendig, tritt dann Klara Nemeckova auf, die für die Allgegenwart des Designs und für „vergessene Personen“ mit guten Ideen wirbt. Frau Nemeckova, die junge Kuratorin der beachteten Ausstellung „Gegen die Unsichtbarkeit – weibliche Designer“ klärt uns auf, über so manchen fortschrittlichen Gedanken, der im Getriebe der Gestalterfabriken der Jahre von 1900 bis 1945 und durch machthungrige Männerseilschaften stecken blieb.

Schließlich endet der Fachtag mit einem versöhnlichen Ausblick – auch in Hinblick auf Weiblichkeit-, denn es tut sich etwas in Sachen Design in Dresden!
Die Fakultät Gestaltung der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden wird in letzter Zeit deutlicher wahrgenommen. Wieviel Mühe braucht ein Entwurf und woher kommt Inspiration?
Wer könnte besser davon berichten als die Prodekanin Elke Mathiebe. Sicher wird sie in ihrem Beitrag darstellen, dass man den Vorgang des Gestaltens erlernen kann, doch welche Grundvoraussetzungen sind nötig, um wirklich gestalten zu können? Man darf neugierig auf Blicke hinter die Kulissen sein und auf Beispiele die zeigen, wie die Professorin ihre Studierenden an die Möglichkeiten des praktischen Handelns heranführt. Es könnte sein, dass die Tagungsgäste dabei sogar Hörsaal-Atmosphäre wahrnehmen, warum auch nicht?

Verstärkung gesucht! Hand aufs Holz!

Der Tag des traditionellen Handwerks Sonntag 21.10.2018 ist auch Tag der offenen Tür und eine gute Gelegenheit uns kennen zu lernen, denn wir suchen Sie!

Ehrenamtliche Arbeit im Deutschen Stuhlbaumuseum

Ehrenamtliche Arbeit – ist Arbeit, aber sie sollte in erster Linie Freude machen. Je größer das Team,
desto mehr lassen sich die Aufgaben verteilen.
Wir freuen uns auf Ihr Interesse!

Ihre Möglichkeiten:
Besucherdienst
Immer wieder sonnntags – kommt die Erinnerung.
Führungen
Fakten! Fakten! Fakten! Entertainment.
Im Hintergrund
Zwei Haushalte und noch einer dazu!
Historische Sammlung betreuen
Möbel, Maschinen, Werkzeuge, Schriftgut -Erinnerungen bewahren


Unsere Werkzeuge:
• Nette Kollegen – ein gutes Team
• Arbeitsberatung einmal monatlich zur Organisation der Aufgaben
• Dienstplan für drei Monate voraus
• Zahlung von Aufwandsentschädigung

Neues Angebot im Museums-Shop

Unser Bausatz – Zargenstuhl im Maßstab 1:5 war lange nicht zu erhalten. Dank der guten Vorarbeit und Ideengabe von Dr. Christian Schmerler, konnten wir nun den Hersteller für Puppenmöbel, die Rülke GmbH aus Eppendorf im Erzgebirge, für eine Serienfertigung gewinnen und haben einen Vorrat angelegt.

Ab sofort kann der kleine Stuhl wieder als anspruchsvolles kleines Geschenk im Museums-Shop gekauft werden. Auch Bildungsangebote sind wieder möglich, denn der Stuhl könnte auch von kleineren Gruppen im Museum mit Anleitung gefertigt werden. (Preis 15 Euro)

LED-Beleuchtung im Museum

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative imitiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

LED ProjektUnseren Gästen wird es kaum auffallen, doch im Deutschen Stuhlbaumuseum gibt es seit Herbst 2017 an vielen Stellen ein völlig neues Licht-Erlebnis.
Die Vitrinen und Deckenleuchten im 1. Obergeschoss, sowie Wand- und Deckenfluter in den schönen Gewölberäumen des Erdgeschosses wurden im vergangenen Jahr systematisch und schrittweise auf LED-Beleuchtung umgerüstet. Das Konzept zur Ausleuchtung des Kreuzgewölbes und der museumsgerechten Beleuchtung der Exponate wurde durch die Firma ERCO Leuchten GmbH Berlin entwickelt und die ortsansässige Firma DERR umgesetzt. Im Vordergrund standen vor allem Energieeinsparung und langfristige Effizienz der Beleuchtungstechnik.
Mit der Genehmigung Förderanträge bei der nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, sowie durch das Engagement des Vereinsvorsitzenden konnte dieses anspruchsvolle Vorhaben umgesetzt werden. Die Firma DERR setzte den Umbau während des laufenden Museumsbetriebs schonend um.
ExponatbeleuchtungDie Gesamtkosten vom „Förderprojekt LED-Sanierung der Innenbeleuchtung des Deutschen Stuhlbaumuseums Rabenau“ – (Förderkennzeichen 03K05663)“ belaufen sich auf knapp 20.000 Euro.
Dank der nationalen Klimaschutzinitiative für LED-Umrüstung wurde eine Förderung in Höhe von 30 Prozent durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMUB) möglich. Mit dieser Maßnahme wird eine Energieeinsparung von über 70 Prozent erreicht. Ebenso gelingt eine merkliche CO2-Emissionsminderung.
Außerdem sind die LED langlebiger und weniger wartungsanfällig. Zusätzlich wird dadurch die Strahlenbelastung der Exponate im Museum vermindert, da LED-Leuchten keine schädigende UV-Strahlung emittieren.
Unser Dank gilt allen beteiligten Partnern und ausdrücklich auch dem Projektträger Jülich.