Deutsches Stuhlbaumuseum Rabenau/Sachsen
Deutsches Stuhlbaumuseum Rabenau/Sachsen
Deutsches Stuhlbaumuseum Rabenau/Sachsen

Wie kommt der Knoten ins Stuhlbein?

(SZ vom 16. September 2009)

Die neue Sonderschau im Stuhlbaumuseum befasst sich mit gebogenem Holz. Einst hat das den Bau des Sitzmöbels revolutioniert.

Von Matthias Weigel

Auf den ersten, flüchtigen Blick ist es ein normaler, schwarzer Stuhl, der da in den Ausstellungsräumen des Stuhlbaumuseums steht. Eine Sitzgelegenheit Marke Bistroausstattung. Wenn er das wäre, stünde er aber wohl nicht da. Und so zeigt sich schnell die Besonderheit: Ein Knoten schmückt die Sitzgelegenheit am Bein. Keine gewachsene Eskapade der Natur – sondern von Menschenhand geschaffene Zierde – mit ernst zu nehmenden Hintergründen.
Am Sonntag öffnet das Museum in Rabenau eine neue Ausstellung unter dem Titel „Bugholz – Revolution im Stuhlbau“. An gebogenem Holz komme man in einem Stuhlbaumuseum nicht vorbei, erklärt Museumsleiter Dr. Johann Spensberger. Immerhin sei das Verfahren ein Meilenstein in der Entwicklung der Rabenauer Stuhlproduktion. „In der bisherigen Ausstellung erhält der Bugholzstuhl jedoch nicht die ihm gebührende Aufmerksamkeit“, sagt er.

Modelle und Schautafeln
Anlass „und Verpflichtung“, das nachzuholen, gibt es nun mit dem 140-jährigen Gründungsjubiläum der Sächsischen Holzindustriegesellschaft Rabenau, der heutigen Polstermöbel Oelsa GmbH. Die finanziert die Schau auch maßgeblich. Gezeigt werden Produktionsverfahren, Technik, Historie, Personalien, Entwicklungen auf über 20 Schautafeln und praktische Beispiele, wie der Knoten-Stuhl oder eine Original Biegemaschine.
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(Auszug)

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