Deutsches Stuhlbaumuseum Rabenau/Sachsen
Deutsches Stuhlbaumuseum Rabenau/Sachsen
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Farbenwelten

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Malerei und Grafik von Gudrun Bröchler-Neumann
vom 25. Juni bis 20. August 2017

Am 30. Juni wäre die in Hainsberg geborene Künstlerin Gudrun Bröchler-Neumann 80 Jahre alt geworden. Zu diesem runden Jubiläum lag es nahe, eine Ausstellung mit Einsichten in ihr Lebenswerk in ihrer Heimat zu organisieren. Ein geeigneter Ort fand sich im Stuhlbaumuseum Rabenau.

In der Ausstellung werden Werke zu sehen sein, die einerseits die Vielfalt ihrer verwendeten Techniken wie Ölmalerei, Pastell, Holzschnitt, Aquarell bis hin zur Steinhauerei und Wollverarbeitung wiedergeben. Andererseits zeigen die Motive ihrer Arbeiten, dass Gudrun Bröchler-Neumann stets ihren Mitmenschen und der Natur verbunden war. So wird sich der Rabenauer Grund ebenso wiederfinden wie ihre Lausitzer Zweitheimat, „ihr“ Kreta oder eine sehr beeindruckende Studienreise nach Sibirien.

Gudrun Bröchler-Neumann war Zeit ihres Lebens eine der Heimat und Natur tief verbundene Künstlerin. Mit großer Neugier erschloss sie sich alle künstlerischen Mittel, um ihren Blick auf die Menschen und die Welt um sich herum mitzuteilen. Die Grundlagen dafür schuf sie mit einer Lehre zur Porzellanmalerin in der Sächsischen PorzellanfabrikFreital-Potschappel. Dem folgte von 1956 bis 1961 das Studium an der Dresdner Hochschule für bildende Künste im Fach Wandmalerei bei Erich Fraaß und Heinz Lohmar.

Als freischaffende Künstlerin begann sie ihre ersten Arbeiten für das junge Kraftwerk Lübbenau, bevor sie Anfang der 70-er Jahre nach Cottbus zog. Doch schon bald merkte Gudrun Bröchler-Neumann deutlich, dass ihr die Stadt für das Arbeiten nach ihren Vorstellungen zu eng ist. „Das Ausdenken von Motiven ausschließlich im Atelier ist nichts für mich“, schrieb sie in ihr Tagebuch. Da kam ihr ein Vertrag mit der LPG Golßen gerade recht, der sie aufs Land zog, zu den Bauern, zu Feldern, Wiesen und Wäldern. Zu den Tieren. Und sie fand 1976 ein Gehöft im Grenzgebiet von der Lausitz zum Fläming, in Sellendorf, wo sie bis zu ihrem Tode im Jahr 2013 lebte. Bis zum Schluss blieb sie durch und durch Künstlerin. Sie rang mit sich und ihren Techniken, blieb nie auf einem Stand stehen, blieb sich dennoch stets treu.

„Es ist mir ein Anliegen“, so die Nachlassverwalterin und Tochter Jana Zadow-Dorr, „die Erinnerung an meine Mutter Gudrun Bröchler-Neumann mit Ausstellungen und Lesungen wach zu halten. Außerdem sind die unzähligen Werke ein Schatz, den ich so oft, wie es geht, mit den Menschen teilen möchte.“

Lindenstraße 2 · 01734 Rabenau · Tel. 0351/6413611 · Fax 0351/65260611 ·
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